Der FCL kommt ins Rollen

Matchwinnerin JeanineNach einem aus Langenfelder Sicht nicht ganz optimalen Start in die Saison und einem Punktestand von 2:4 nach drei Spielen standen am Wochenende der vierte und fünfte Spieltag der 2. Bundesliga Nord an. An beiden Spieltagen machte der FCL es für die Zuschauer extrem spannend, sicherte sich aber letztendlich drei von vier Punkten. Jeweils die beiden letzten Spiele brachten das 4:4 gegen den BV RW Wesel und den ersten Sieg der Saison mit dem 5:3 gegen den TV Emsdetten.

Am Samstag empfing der FCL das Team aus Wesel, das gut in die Saison gestartet war und mit 5:1 Punkten auf Tabellenplatz 2 stand. Der FCL ging zwar in Bestbesetzung ins Rennen, der Beginn des Spieltages verlief aber trotzdem nicht gut. Mike Joppien und Philipp Wachenfeld fanden gegen die stark aufspielenden Thorsten Hukriede/Roman Zirnwald nicht wirklich zu ihrem Spiel und verloren in zwei Sätzen. Auch das Damendoppel zwischen Fabienne Köhler/Jeanine Cicognini und Kira Kattenbeck/Ella Diehl ging in drei Sätzen verloren.

Im ersten Einzel stand Maxime Moreels nach langer Verletzungspause wieder auf dem Feld. Gegen Luka Wraber merkte man ihm seinen Trainingsrückstand deutlich an und er verlor sein Einzel in zwei Sätzen. Positiv für ihn war es dennoch, da er das Spiel ohne Schmerzen durchspielen konnte. Das Mixed ging ebenfalls in zwei Sätzen verloren, während Sven-Eric Kastens nach gewonnenem ersten Satz von der verletzungsbedingten Aufgabe seines Gegners Tim Vaessen profitierte.  Auch das zweite Doppel zwischen Sven-Eric Kasten/ Ryan McCarthy und Luka Wraber/Tobias Göbeler konnte der FCL mit 21:17 und 21:13 für sich verbuchen.

So stand es 2:4 gegen den FCL und zwei Krimis in den Einzeln sollten die Entscheidung bringen. Philipp Wachenfeld setzte sich in einer hart umkämpften Partie gegen Thorsten Huckriede durch und konnte mit 24:22, 17:21 und 21:13 auf 3:4 verkürzen. Die größte Überraschung des Tages gelang dann Jeanine Cicognini im Einzel gegen die Topspielerin Ella Diehl, die in dieser und auch in der vergangenen Saison kein einziges Einzel verloren hatte. Vor dem Spiel traute man Jeanine bereits eine Überraschung zu und sie galt wohl als einzige Spielerin der Liga, die gegen Ella Diehl gewinnen könnte. Und sie konnte! In einem hochklassigen Match behielt Jeanine die Nerven und setzte sich sehr knapp mit 21:19, 19:21 und 21:19 durch.

„Mit nur einem Doppel und den beiden knappen Siegen im Dameneinzel und dritten Herreneinzel, müssen wir mit dem Ergebnis zufrieden sein“, so Philipp Wachenfeld nach dem Spiel. 

Matchwinner MaximeAm zweiten Spieltag des Wochenendes war der TV Emsdetten zu Gast beim FCL, der tags zuvor in Berlin knapp mit 3:5 unterlag. Trotz des verletzungsbedingten Ausfalls von Alexander Schmitz stellte der TV Emsdetten ein schlagkräftiges Team auf.

Wieder startete der FCL schlecht und verlor das erste Herrendoppel sowie das Damendoppel. In einem knappen Spiel setzten sich Ryan McCarthy und Sven-Eric Kastens gegen Justus Schmitz/Marco de Jager im zweiten Herrendoppel durch und verkürzten auf 1:2. Parallel dazu gewann Karoliine Hoim souverän ihr Einzel gegen Laura Wich mit 21:12 und 21:15.

Beim Stand von 2:2 starteten das erste und dritte Herreneinzel. Im ersten Einzel sah sich Maxime Moreels dem Finnen Kalle Koljonen gegenüber und Maurice Deprez spielte gegen Peter Briggs aus England. Maurice unterlag nach einem phasenweise guten Spiel aufgrund einiger Unkonzentriertheiten am Ende der Sätze mit 18:21 und 17:21. Für Maxime ging es wieder darum, Spielpraxis zu sammeln und das Spiel schmerzfrei zu überstehen. Aber es sollte anders kommen. Maxime spielte von Beginn an stark auf und zeigte eine seiner besten  Leistungen gegen den Finnen, der tags zuvor Eetu Heino aus Berlin geschlagen hatte. Er spielte ein taktisch hervorragendes Spiel und schaffte es, den Druck konstant über das gesamte Spiel aufrecht zu erhalten. Er sorgte für die Überraschung des Tages und glich für den FCL zum 3:3 aus.

Das anschließende Mixed zwischen Fabienne Köhler/Philipp Wachenfeld und Linda Efler/Justus Schmitz sowie das zweite Herreneinzel zwischen Sven-Eric Kastens und Marco de Jager sollten die Entscheidung über die Punktevergabe dieses Spieltages bringen.

Fabienne und Philipp starteten furios in den ersten Satz und konnten deutlich mit 21:13 gewinnen. Im zweiten Satz kam die Emsdettener Paarung besser ins Spiel und setzte sich mit 21:18 durch. Der Entscheidungssatz gestaltete sich sehr eng. Fabienne und Philipp führten zur Satzpause mit 11:10, dann lagen sie mit 11:13 hinten. Die Konzentration auf ihre Stärken brachte dann den Ausgleich zum 14:14, einen Vorsprung auf 18:14 den Sieg mit 21:16. Nun stand es 4:3 für den FCL: Remis oder Sieg?

Es war der Sieg! Im zweiten Einzel war Sven war der klar bestimmende Spieler, setzte sich souverän mit 21:11 und 21:16 durch und sicherte dem FCL somit den ersten doppelten Punktgewinn der Saison.  

Der FCL steht mit einem Punkteverhältnis von 5:5 auf Tabellenplatz 6, dies allerdings nur aufgrund eines schlechteren Spielverhältnisses. Die Tabellenplätze 3 bis 6 weisen auch 5:5 Punkte auf. Die jetzige Tabellenlage nach fünf Spieltagen macht deutlich, wie ausgeglichen die Liga – zumindest im Mittelfeld - ist!

Am 8. und 9. November stehen die nächsten Spieltage in der 2. Bundesliga Nord an. Der FCL spielt gegen den TSV Trittau (Auswärtspiel) und den BW Wittorf (Heimspiel). In den vier Wochen Pause heißt es, sich gut vorzubereiten, um die nächsten Punkte einzufahren.


Leider nur einer von vier!

Am vergangenen Wochenende trat der FCL auswärts zum zweiten und dritten Saisonspiel an und kann mit dem Ergebnis gar nicht zufrieden sein. Gegen Refrath und Solingen hatte man zwei Punkte als Minimum ausgesprochen und es wurde jedoch nur einer.
 
Am Samstag traf man auf ein starkes Refrather Team, das den eigentlich parallel stattfindenden Spieltag der 1. Bundesliga verschoben hatte und somit auf die Stammkräfte Raphael Beck und Fabian Roth, aus der ersten Mannschaft, zurückgreifen konnte. Langenfeld konnte ebenfalls aus den Vollen schöpfen, lediglich Maxime Moreels laborierte noch an einer Fußverletzung. Alle drei Doppel waren hart umkämpft. Philipp Wachenfeld und Mike Joppien konnten sich im dritten Satz mit 21:19 gegen Beck/Byerly durchsetzen, Jeanine Cicognini und Neuzugang Karoliine Hõim gewannen im dritten Satz mit 21:17 und Sven-Eric Kastens und Ryan McCarthy unterlagen im dritten Satz. Besonders ärgerlich war der zweite Satz im zweiten Herrendoppel, in dem Sven und Ryan 5 Matchbälle nicht nutzen konnten und den Satz und das Spiel noch abgeben mussten.
 
Das Dameneinzel von Karoliine wurde souverän gewonnen, während das erste Einzel von Maxime verletzungsbedingt aufgegeben werden musste. Im Mixed fand die Langenfelder Paarung gegen das starke Refrather Mixed Beck/Karnott kein Mittel und unterlag deutlich.
 
So stand es 3:3 und das zweite und dritte Herreneinzel sollten die Entscheidung bringen. Sven konnte sich in einem sehr langen und anstrengenden Match gegen Lars Schänzler durchsetzen während Philipp weiterhin seine Einzelform sucht und leider gegen Kai Waldenberger in drei Sätzen unterlag. Endstand war also ein 4:4 was durch die Verstärkung von Refrath aus der ersten Mannschaft auch in Ordnung ging.
 
Am Sonntag trat man beim STC Solingen an und hatte einen Sieg als Ziel ausgegeben. Der FCL stellte ein wenig um. So startete Jeanine mit Fabienne im Doppel, während Philipp ins Mixed ging und Maurice Deprez im dritten Einzel an den Start ging. An diesem Tag liefen viele Spiele nicht wie erwartet und es waren die Männer des FCL die jegliche Punkte liegen gelassen haben. Mike und Philipp spielten gegen van Rietvelde/Pratama und kamen kaum zu ihrem Spiel und es gab viele leichte Fehler. In Anbetracht des knappen Ergebnisses (21:23, 18:21), war diese Niederlage nicht nötig. Auch das zweite Doppel verlor nach gewonnen ersten Satz ein wenig die Konzentration und die Kraft und unterlag ebenfalls ein wenig überraschend. Das Damendoppel und Dameneinzel wurden mit sehr souveränen Spielen gewonnen,  Maxime verkaufte sich gegen den sehr starken Indonesier Adi Pratama gut, jedoch konnte man sehen, dass er noch nicht im Vollbesitz seiner Kräfte ist.
 
Maurice knüpfte leider auch nicht an seine sehr gute Leistung aus dem ersten Mannschaftspiel an und unterlag knapp gegen Julien Gupta mit 18:21, 19:21. Anders im Mixed. Hier spielten erstmals Philipp und Fabienne zusammen und ließen ihren Gegnern van Rietveld/Ufermann während des  gesamten Spiels keine wirkliche Chance. Mit ihrem druckvollen Spiel und einer am Netz sehr starken Fabienne Köhler gewann man das Mixed mit 21:10, 21:18.
 
Beim Stande von 3:4 ging nun Sven in sein Einzel gegen Niklas Niemczyk und erlebte einen rabenschwarzen Tag. Man konnte ihm deutlich die Spiele vom Vortag anmerken und er fand zu keiner Zeit zu seinem Spiel, während sein Gegner eine Sternstunde erwischte. So stand es nun sehr überraschend 3:5 aus Sicht des FCL.
 
Mit lediglich 2:4 Punkten steht der FCL zurzeit auf Tabellenposition sechs und ist in zwei Wochen bei den nächsten beiden Heimspielen gegen Emsdetten und Wesel in der Bringschuld. Aufsteiger Emsdetten verkauft sich bislang sehr stark und auch Wesel steht mit 5:1 Punkten sehr gut dar. Somit stehen schwere Aufgaben vor dem FCL und man wird alles dran legen beim nächsten Doppelspieltag mehr Punkte einzufahren.
 

Einen Punkt gewonnen, einen verloren

Der Saisonauftakt gegen den Ab- und Aufsteiger SG EBT Berlin ist gelungen. Es wurde das erwartet knappe Spiel, das mit 4:4 Spielen und 10:10 Sätzen einen gerechten Ausgang nahm.

Die bewährten Herrendoppel Wachenfeld/Joppien und Kastens/McCarthy holten die erhofften Siege. Während es im ersten Doppel nur im zweiten Satz eng wurde (21:6, 22:20), bedurfte das zweite Doppel nach klar verlorenem ersten Satz einer Leistungssteigerung, um die Partie noch zu drehen. Sven und Ryan stellten ihr Spiel taktisch klug um und fanden immer besser ins Spiel, sodass der dritte Satz schließlich deutlich gewonnen werden konnte (15:21, 21:18, 21:13). Unser Damendoppel Cicognini/Köhler unterlag dem leicht favorisierten Berliner Damendoppel mit der ehemaligen Weltklassespielerin Lotte Jonathans in zwei knappen Sätzen mit 17:21 und 19:21.

Leider musste unsere Nr. 1 im Herreneinzel, der Belgier Maxime Moreels, zwei Tage vor dem Spiel aufgrund einer Fußverletzung absagen. Somit kam es zum Duell von Sven Eric Kastens im ersten Einzel gegen seinen ehemaligen Teamkollegen Eetu Heino, einem der wahrscheinlich stärksten Spieler der Liga. Sven Eric unterlag nach gutem Kampf gegen den schnellen Finnen  mit 16:21 und 7:21. Philipp Wachenfeld, der sich im Vorfeld eigentlich auf das Mixed gefreut hatte, musste nun im zweiten Einzel ran und wurde leider die ganze Partie über gegen Robert Franke nicht richtig glücklich mit seinem Spiel. Trotz gewonnenem ersten Satz (21:19) unterliefen ihm immer wieder leichte Fehler, sodass die folgenden Sätze jeweils 17:21 verloren gingen.

Im dritten Einzel kam Maurice Deprez zu seinem Ligadebüt. Der ältere Bruder von Fabienne Deprez entschied das hart umkämpfte Match gegen den jungen Schotten Ben Torrance dank guter Nerven und Taktik hauchdünn mit 19:21, 22:20 und 21:18 für sich.

Den vierten Punkt für den FCL sicherte Jeanine Cicognini souverän im Dameneinzel. Im Vorfeld war ihr Einsatz noch mit einem dicken Fragenzeichen versehen, denn von ihrem Turniersieg in Guatemala brachte sie heftige Unterbauchschmerzen mit, die sie zwei Tage vor dem Spiel in die Notaufnahme führten. Nachdem im Krankenhaus Schlimmeres ausgeschlossen werden konnte, besserte sich ihr Zustand glücklicherweise so, dass sie 21:15 und 21:11 gegen Lisa Deichgräber gewinnen konnte.

Im abschließenden Mixed begannen McCarthy/Köhler furios und sicherten sich den ersten Satz schnell mit 21:10 gegen Lehmann/Jonathans. Im zweiten Satz führten Ryan und Fabienne fast durchgängig bis 16:13, verloren dann aber ihren Faden und wurden mit 17:21 abgefangen. Das nahezu gleiche Spiel setzte sich im dritten Satz fort. Bis zum Satzende stand unser Mixed dicht vor dem Sieg, der insgesamt ein 5:3 bedeutet hätte. Leider konnten sie ihr gutes Spiel nicht durchziehen und verloren unglücklich mit 20:22.

Trotz der verpassten Chancen im Mixed können wir mit dem Unentschieden zum Auftakt gut leben. Wie die anderen Ergebnisse schon zeigen, ist die 2. Bundesliga Nord dieses Jahr extrem ausgeglichen und stark besetzt. Hier wird es wohl noch ein paar Spieltage dauern bis erkennbar ist, wohin es für den FCL diese Saison gehen kann.

Der nächste Doppelspieltag steht schon in zwei Wochen an. Beim Ligaprimus des Vorjahres TV Refrath 2 und dem deutlich verstärkten STC Solingen wird es sicher nicht leicht werden, Punkte zu entführen.

 

 

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